Persönlicher Bezug zum Thema

Angeregt durch einen Eintrag im Bevölkerungsverzeichnis 1684 von Weinfelden («Peter Burkhart und ... » sind ins «Württembergerland gezogen») und einem Personenhinweis im «Einwandererbuch» («Burkhart, Kaspar, Weinfelden, an Weihnachten 1701 am Abendmahl in Weingarten KA»), suchte ich in den IGI-Dateien und konnte so diese Auswanderer tatsächlich eruieren!

Umfang des Projekts

So habe ich mir vorgenommen, über die persönliche Ahnenforschung hinaus eine grössere Gruppe Emigranten aus meinem Heimatkanton zu untersuchen. Sie tragen für den Kraichgau 7 % der Einwanderer bei.

Herr Konstantin Huber (Kreisarchivar in Pforzheim) leitet in seiner Freizeit ein stark erweitertes Migrationsprojekt. Er hat mir aus seinen Datenbanken 310 Thurgauerinnen und Thurgauer zur Verfügung gestellt. Diese Personendaten habe ich mit dem «Einwandererbuch» («Schweizer Einwanderer in den Kraichgau nach dem Dreissigjährigen Krieg», 5335 Personen aufgelistet, erschienen 1983, vergriffen) verglichen.

Im Staatsarchiv Zürich durchsuchte ich die Bevölkerungsverzeichnisse der Thurgauer Pfarreien nach diesen Auswanderern. Dabei hat mich Herr Dr. Hans Ulrich Pfister in hervorragender Weise unterstützt.

Die ermittelten Daten habe ich in einer Filemaker-Datenbank («BYGONES») abgelegt.

Gliederung der Arbeit

Ein kurzes Kapitel zeigt die migrationspolitischen Hintergründe auf.

Um lange Aufzählungen zu vermeiden, habe ich die Probandinnen und Probanden (ausser einer ebenfalls vorhandenen alphabetischen Namenliste) ihren Herkunfts- und Zielorten zugeordnet, wobei fehlende Zuordnungen nach Name und / oder Ort leider nicht selten sind.

So konnte ich 312 Personen nach:
- Männer/Frauen
- Einzelpersonen/Familien
- verheiratet/ledig
- ihrem Erstauftritt in Deutschland
- ihren Berufen und
- Vornamenhäufigkeit
aufgliedern.

Den Ergebnissen habe ich unter «FLEISCH AM KNOCHEN!» ein eigenes Kapitel gewidmet. Hier habe ich auch aussagekräftige Kommentare aus dem Einwanderbuch übernommen, die die Migrationsproblematik wegen Toleranz, Integration, Rückkehrwilligkeit, Weiterwanderungen usw. zeigen sollen. Hier nehme ich auch in Fallbeispielen die jedem Ahnenforscher nur allzu vertrauten «Toten Punkte», aber auch die «Perlen» im Projekt auf.

In der Rubrik «AUSBLICK» gehe ich schliesslich auf zukünftige Verbesserungen des doch recht anspruchsvollen Projektes ein. Hier sind dann auch die Kontaktmöglichkeiten angegeben.

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